Psychotherapie
1030 & 1080 Wien

Was ist Individualpsychologie?

Häufige Fragen

Was Menschen wissen wollen, bevor sie zum ersten Mal anrufen.

Woran merke ich, dass ich Psychotherapie brauche?

Pauschale Antworten auf diese Frage gibt es nicht. Es gibt keine Schwelle, ab der es sich lohnt, und Sie müssen nicht am Ende sein, um zu kommen.

Ein hilfreicher Anhaltspunkt ist die Dauer: Wenn ein Zustand länger als ein paar Wochen anhält und sich nichts verändert, ist das ein Grund, darüber zu sprechen.

Auch ständige Wiederholung kann so ein Anzeichen sein. Wenn Sie merken, dass Sie immer wieder an denselben Punkt geraten, ohne zu verstehen, warum, kann es sinnvoll sein, gemeinsam einen Blick darauf zu werfen.

Oft sind es aber auch Menschen im Umfeld, die einem nahestehen, die das Thema Therapie ansprechen. Manchmal sieht man selbst nicht so klar, was sich verändert hat in einem selbst und im Umgang mit anderen.

Was ist der Unterschied zwischen Psychotherapeut, Psychologe und Psychiater?
Psychiater
sind Ärzte mit Facharztausbildung für Psychiatrie. Sie stellen Diagnosen, verschreiben Medikamente und behandeln die körperlichen Aspekte psychischer Erkrankungen. Manche bieten zusätzlich Psychotherapie an.
Klinische Psychologen
haben Psychologie studiert und eine klinische Zusatzausbildung absolviert. Ihr Kerngebiet ist die psychologische Diagnostik: Testverfahren, Befunde, Gutachten. Die Behandlung arbeitet meist mit klar strukturierten Programmen über wenige Einheiten — etwa Entspannungs- und Skillstraining oder Gedächtnistraining nach einem Schlaganfall. Das ist etwas anderes als Psychotherapie, auch wenn die Begriffe häufig vermischt werden.
Psychotherapeuten
haben eine mehrjährige Fachausbildung in einem anerkannten Verfahren absolviert, dazu hunderte Stunden therapeutische Selbsterfahrung sowie supervidierte Behandlungsstunden. Sie arbeiten ohne Medikamente, über die Beziehung und das Gespräch, und über längere Zeit. Im Zentrum steht kein Übungsprogramm, sondern Ihr Erleben und das, was sich zwischen uns im Behandlungszimmer entwickelt.

Kurz gesagt: Wenn Sie Medikamente brauchen, gehen Sie zum Psychiater. Wenn Sie eine testpsychologische Abklärung oder ein Gutachten brauchen, zum klinischen Psychologen. Wenn Sie über längere Zeit an etwas arbeiten wollen, zum Psychotherapeuten. Die drei schließen einander nicht aus und arbeiten oft zusammen.

Wobei kann Psychotherapie helfen?

Unter anderem bei Depressionen, Ängsten und Panikattacken, Zwängen, Burnout und Erschöpfung, Schlafstörungen, körperlichen Beschwerden ohne organischen Befund, Trauer, Lebenskrisen, wiederkehrenden Beziehungskonflikten und Fragen des Selbstwerts.

Ausführliche Beschreibungen dieser Punkte, auf welche Art sie sich zeigen können und wie Therapie ansetzt und wirkt, finden Sie unter Beschwerden.

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Das hängt davon ab, worum es geht.

Bei einer klar umgrenzten Krise mit erkennbarem Auslöser können beispielsweise zwanzig bis vierzig Stunden reichen. Bei Zuständen, die seit Jahren bestehen, oder bei Mustern, die sich früh im Leben gebildet haben, sind oft einige Jahre notwendig. Wichtig ist dabei auch die Frequenz; also die Frage, ob Therapie einmal pro Woche oder gegebenenfalls häufiger stattfindet.

Die Entscheidung dazu fällt nicht vorab. Zu Beginn steht ein Erstgespräch. Wenn der erste Eindruck auf beiden Seiten stimmt, vereinbaren wir zumindest zwei weitere Gespräche, um festzustellen, ob wir längerfristig miteinander arbeiten.

Was passiert, wenn es nicht passt?

Eine Therapie ist freiwillig und kann von beiden Seiten beendet werden. Die Passung zwischen zwei Menschen ist der wichtigste einzelne Faktor dafür, ob eine Therapie wirkt.

Grundsätzlich gilt: Eine Therapie benötigt Zeit. Gerade deswegen stehen zu Beginn mehrere Gespräche, sodass wir beide eine fundierte Entscheidung für eine langfristige Zusammenarbeit treffen können.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, ich etwas missverstanden habe oder dass Sie sich zurückziehen, kann das ein sehr relevanter Teil der Behandlung sein. Hilfreich für den Prozess ist es, über diese schwierigen Gefühle zu reden, denn solche Momente sind oft die produktivsten eines Entwicklungsprozesses.

Was bedeutet „in Fachausbildung unter Lehrsupervision“?

Ich absolviere derzeit das psychotherapeutische Fachspezifikum an der Universität Wien und beim Österreichischen Verein für Individualpsychologie. Neben dem bereits abgeschlossenen theoretischen Teil meiner Ausbildung ist umfassende praktische Arbeit mit Patienten essenziell.

Jede Behandlung, die ich führe, wird von einem erfahrenen Lehrsupervisor regelmäßig besprochen. Ihr Fall wird also von mehr als einem Menschen bedacht. Dies erfolgt immer anonymisiert und unter derselben Verschwiegenheitspflicht, die für mich gilt.

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